Unsere Körperhaltung – und wie wir sie bewusst verbessern können

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Geschrieben von Ute Brunnert-Köning (Physiotherapeutin, Osteopathin, Heilpraktikerin)

Welche zahlreichen Auswirkungen eine krumme Körperhaltung haben kann, habe ich euch bereits im ersten Teil erklärt. Damit solltet ihr zumindest schon einmal sensibilisiert sein. Jetzt möchte ich euch sehr praxisorientiert zeigen, wie ihr aus dieser krummen Haltung Stück für Stück herauskommt und wie überhaupt eine gesunde Haltung aussieht.

Beachtet bitte: Führt alle folgenden Bewegungen/Übungen nur in dem Maße aus, wie ihr keine oder keine verstärkten Schmerzen spürt. Lässt euer Körper bestimmte Bewegungsrichtungen nicht zu, holt euch professionellen Rat.

So sitzt du in einer gesunden aufgerichteten Haltung

Eure Sitzgelegenheit sollte so hoch sein, dass das Gesäß höher ist als die Knie. Die Füße brauchen flächigen Bodenkontakt. Die Beine/Oberschenkel sollten in einer breiten Position stehen. Lasst nun in dieser Position das Becken nach hinten fallen und kippt es wieder nach vorne. Ihr rollt dabei über eure Sitzbeinhöcker nach vorne und nach hinten. 

Spürt was der Rumpf/die Wirbelsäule macht, wenn das Becken nach hinten fällt bzw. nach vorne kippt. Lasst ihr das Becken nach hinten fallen, ist euer Rumpf, die gesamte Wirbelsäule rund und krumm, kippt ihr das Becken aber nach vorne ist euer Rumpf, die gesamte Wirbelsäule und der Brustkorb, fast wie von alleine, aufgerichtet.

Für eine aufrechte, gesunde Körperhaltung im Sitz sollte euer Becken, bei breiter Oberschenkelposition, nach vorne gekippt und der Brustkorb leicht angehoben sein.

Keine Angst, ihr macht dabei kein Hohlkreuz. Unsere untere Wirbelsäule, die Lendenwirbelsäule, ist mit einer Biegung nach vorne gebaut. Ihr nehmt mit dieser aufgerichteten Körperhaltung bei gekipptem Becken also die physiologische Position der unteren Wirbelsäule ein – tut ihr also was Gutes.

So stehst du in einer gesunden aufgerichteten Haltung

Um im Stand eine aufgerichtete, gesunde, den Körper entlastende Haltung einnehmen zu können, ist es wichtig eine hüftbreite Fußposition zu haben. Bringt nun das Becken über die Füße, d. h. es soll nicht nach vorne geschoben sein. So liegt euer Körperschwerpunkt gut über den Füßen. Oft ist es im Stand einfacher am Anfang die Knie etwas gebeugt zu halten, um die Beckenkippung nach vorne zu üben. 

Probiert es auch im Stand aus wie zuvor im Sitz: das Becken nach vorne kippen und dann wieder etwas nach hinten fallen zu lassen. Spürt wie euer Rumpf, die gesamte Wirbelsäule und der Brustkorb sich bei der Beckenkippung nach vorne aufrichtet und das Gegenteil bei nach hinten abfallender Beckenposition geschieht. 

Krumme Körperhaltung vs. gesunde, aufgerichtete Körperhaltung

Für eine aufgerichtete, die Körperstrukturen entlastende Haltung im Stand sollte euer Becken nach vorne gekippt und der Brustkorb leicht angehoben sein.

Ihr wisst nun wie ihr eine aufgerichtete, die Körperstrukturen entlastende und damit „materialschonende“ Haltung im Sitz oder Stand einnehmen könnt. Probiert diese aufgerichtete Haltung auch in der Bewegung aus, etwa beim Spazierengehen, Joggen, auf dem Fahrrad, an den Geräten im Fitnessstudio usw. Mit ein wenig Übung klappt es auch hier!

Unsere Körperhaltung im Alltag

Niemand kann den ganzen Tag in perfekt aufgerichteter Haltung sein. Das muss man auch nicht! Beobachtet euch! Wie sitzt ihr? Wie steht ihr? Wie geht ihr? Ihr werdet euch immer wieder in wenig aufgerichteter, eher krummer Haltung finden. Nicht schlimm! Wenn euch das bewusst wird und ihr, vielleicht auch nur kurz, in die Aufrichtung geht, ist das schon ein großer Gewinn. Immer wenn ihr die aufrechte Körperhaltung einnehmt, trainiert ihr automatisch die aufrichtende Muskulatur, sodass es euch immer leichter fallen wird auch über längere Zeit die Aufrichtung zu halten. 

Außerdem, je häufiger ihr auf eure Haltung achtet und die aufgerichtete Körperhaltung einnehmt, desto mehr automatisiert euer Gehirn dieses Haltungsmuster und ihr werdet immer öfter von alleine eine aufgerichtete, gesunde, vorteilhafte Körperhaltung einnehmen. 

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Umsetzung meiner Tipps.

Bei Fragen oder Problemen sind wir gerne euer Ansprechpartner!

Ute Brunnert-Köning 
(Physiotherapeutin, Osteopathin, Heilpraktikerin)

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